Mit herrlichem Blick auf die Steilwände der Kreuzkofel-Gruppe, bezogen wir, nach anstrengender Autofahrt, am Donnerstag Abend unser BaseCamp auf dem Campingplatz „Sass Dlacia“.
Auf Grund des regnerischen Freitag Morgen, sammelten wir uns erst am Nachmittag zu einer Erkundungsfahrt. Diese führte über Valparola- und Falzaregopass am geschichtsträchtigen Lagazoi vorbei. Nach rasanter Abfahrt erreichten wir fröstelnd aber trocken unsere Unterkunft.
Auch der Samstag begrüßte uns mit zweifelhaften Wetteraussichten, aber ausgezeichnet gegen Kälte und Regen ausgestattet starteten wir um 9:00Uhr zur legendären „Sella Ronda“.
Vom Campingplatz aus konnten wir uns auf hügeligem Gelände gut warm fahren, bis wir nach dem ersten, ernstzunehmenden Anstieg den eigentlichen Startpunkt in Corvara erreichten. Von dort aus ging es, trotz Nebel und Wolken, bei grandiosen Tief- und Weitblicken über das Grödner-Joch, den Sella-Pass und den Passo-Pordoi. Danach waren wir so gut auf Betriebstemperatur, dass uns der letzte Pass, der Campolongo, wie ein kleiner Hügel vorkam. Doch weil es uns anscheinend zu wohl ging, bekamen wir bei der letzten Abfahrt in Form eines Starkregenschauers die Quittung. Jetzt wars dann auch egal, ohne die Regenjacken anzuziehen zogen wir es durch und jagten mit quietschenden Bremsen ins Tal. Der Sinn einer Talabfahrt ist natürlich, dass es Grund gibt auf der anderen Seite wieder hoch zu fahren! So dann, "Stampel, strampel, strampel", den kurvigen, langgezogenen Finalanstieg zum Base-Camp hoch.
Dort angekommen beglückwünschten wir uns gegenseitig. Noch während wir uns leicht angefeuchtet auf die (hoffentlich) warme Dusche freuten, zogen unsere Blicke etwas neidisch einer Gruppe hinterher, die den SPA-Bereich gebucht hatten.
Sella-Ronda, mit dem Rennrad ein einzigartig schönes Erlebnis.
Tourenleiter Jürgen Roos
Impressionen aus unseren letzten Aktivitäten: