Bergtour im Ammergebirge

Gämse, Orchideen, Grate und eine königlich-bayerische Jagdhütte

Am 5. Juli 2026 starteten neun Mitglieder der DAV-Sektion Mengen-Riedlingen zu einer zweitägigen Wanderung in die Ammergauer Alpen. Klimafreundlich ging es mit dem Kleinbus nach Halblech bei Füssen und weiter mit dem Kenzenbus ins Ammergebirge, einem vergleichsweise wenig erschlossenen Gebiet. Am ersten Tag wanderten wir zum Grubenkopf (1.839 m), den wir durch Fichtenforst, Bergwald und alpine Matten mit reicher Flora wie Eisenhut und Türkenbundlilie erreichten. Der Blick reichte bis zur Zugspitze und den Allgäuer Alpen. Danach ging es weiter zur Hirschwanghütte und schließlich zur Kenzenhütte (1.294 m), am Standort einer ehemaligen Jagdhütte der bayerischen Könige, heute mitten im größten nicht-maritimen Naturschutzgebiet Deutschlands.

Das Wetter war günstig – der Regen kam erst am Abend. Am nächsten Morgen startete unsere rund achtstündige alpine Bergtour. Südöstlich des Vorderscheinbergs ging es über Wiesen in Richtung Lösertalkopf, dann weiter zur Hochplatte (2.082 m). Hier beobachteten wir eine Herde Gämse mit Jungtieren, ein beeindruckendes Erlebnis. Über einen schmalen Grat und eine Kletterpassage ging es über das "Fensterl" weiter zur Krähe (2.010 m) und über den Gabelschrofensattel und ein ursprüngliches Hochtal schließlich zurück zur Kenzenhütte. Nach einem letzten Einkehrschwung mit Kaffee und Kuchen fuhren wir mit dem Kenzenbus und später dem Vereinsbus zurück in die oberschwäbische Heimat.

Tourenbericht: Bernd Reichelt, 7. Juli 2026

Was bei uns sonst los war!

Impressionen aus unseren letzten Aktivitäten: