Trotz Wetterkapriolen: Erfolgreiche Zweitagestour in den Lechtaler Alpen
Mit großer Vorfreude startete die Wandergruppe am frühen Morgen um 7 Uhr in Herbertingen zur diesjährigen Zweitagestour in die Lechtaler Alpen. Ziel des ersten Tages war ursprünglich die Besteigung der Rüfispitze, doch der plötzliche Wetterumschwung machte den Wanderern einen Strich durch die Rechnung, sodass die Gruppe vorzeitig zur Stuttgarter Hütte aufsteigen musste.
Schon während des Anstiegs zeigte sich das Wetter von seiner wechselhaften Seite. Innerhalb kurzer Zeit wurde es deutlich kühler, kräftiger Wind kam auf und schließlich setzte starker Regen ein. Ohne Regenkleidung war an ein Weitergehen kaum zu denken. Doch genauso schnell wie das schlechte Wetter gekommen war, verzog es sich auch wieder. Nach rund einer halben Stunde ließ der Regen nach, die Sonne zeigte sich erneut und die Kleidung trocknete rasch. Bei angenehmen Temperaturen wurde die erste Vesperpause eingelegt, bevor der Aufstieg fortgesetzt wurde.
Nach rund 800 Höhenmetern und 10,5 Kilometern erreichte die Gruppe um 13.15 Uhr die Stuttgarter Hütte. Nach dem Einchecken und einer gemütlichen Kaffeepause war der Tatendrang jedoch noch lange nicht gestillt. Bei bestem Bergwetter entschloss sich die Gruppe zu einer zusätzlichen kleinen Tour auf die Fangekarspitze. Weitere 300 Höhenmeter später, war das Gipfelkreuz erreicht. Das obligatorische Gipfelfoto durfte dabei natürlich nicht fehlen. Gegen 17 Uhr kehrten die Wanderer zur Hütte zurück und hatten noch genügend Zeit, sich vor dem Abendessen zu erholen.
Kulinarisch wartete die Stuttgarter Hütte mit einer besonderen Überraschung auf. Seit 2021 wird sie von Ang Kami Lama aus Nepal bewirtschaftet. Deshalb stehen neben der klassischen Hüttenküche auch traditionelle nepalesische Spezialitäten wie Dal Bhat und Momos auf der Speisekarte – eine willkommene und äußerst schmackhafte Abwechslung, die bei allen bestens ankam.
Den Abend ließ die Gruppe in geselliger Runde ausklingen, in der man die Ereignisse des Tages noch einmal Revue passieren ließ und gleichzeitig die Pläne für die nächste Etappe besprach.
Da für den zweiten Tag erneut Regen in den Mittags- und Nachmittagsstunden angekündigt war, machten sich die Wanderer bereits um 7.45 Uhr auf den Weg zur Valluga. Das frühe Aufbrechen wurde belohnt: Bei strahlendem Sonnenschein und hervorragenden Bedingungen erreichte die Gruppe gegen 10 Uhr den Gipfel.
Der anschließende Abstieg verlangte den Teilnehmern einiges ab. Steile, geröllartige und teilweise ausgesetzte Passagen erforderten Trittsicherheit, Konzentration und Ausdauer. Dank der umsichtigen Führung des Tourenleiters, hilfreichen Tipps sowie des Einsatzes von Wanderstöcken, meisterten jedoch alle den anspruchsvollen Abschnitt sicher und wohlbehalten.
Zurück auf der Stuttgarter Hütte stärkte sich die Gruppe noch einmal mit einem gemeinsamen Mittagessen, bevor der letzte Abschnitt nach Zürs in Angriff genommen wurde. Das Wetter hielt bis zum Ende der Tour, sodass die Wanderer trocken ihr Ziel erreichten. Gegen 16 Uhr trat die Gruppe schließlich die Heimreise nach Herbertingen an. Die Tagesetappe umfasste rund 14,5 Kilometer, 600 Höhenmeter im Aufstieg sowie 1.200 Höhenmeter im Abstieg.
Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig: Trotz der kurzfristigen Planänderung und des zwischenzeitlichen Regens war die Tour ein voller Erfolg. Beeindruckende Berglandschaften, ein zusätzlich erreichter Gipfel, kulinarische Besonderheiten und viele schöne gemeinsame Momente, machten die beiden Tage zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Tourenleiter: Horst
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